Rund um die Kopenhagener Innenstadt sind in den letzten Jahren Zehntausende neuer Wohnungen in ehemaligen Industrie- und Hafenquartieren entstanden. Auch die Halbinsel Teglholmen im südlichen Hafengebiet der Stadt hat sich von einem Standort der Schwerindustrie zu einem bunt durchmischten Viertel mit Verwaltungsbauten, einem Hochschulcampus, Wohngebäuden und einigen nach wie vor aktiven Fabrikanlagen entwickelt. Die Quartiersschule der Architekten JJW steht an einer Straßenbiegung im Zentrum der Halbinsel. Mit ihrem polygonalen Grundriss und der auf den ersten Blick kaum lesbaren, stark terrassierten Kubatur bricht sie radikal aus der regelmäßigen Block- und Zeilenstruktur der umliegenden Bebauung aus. Vor allem bei der Annäherung von der Rückseite im Osten drängt sich der Vergleich zu einem Ausflugsschiff auf. Eine 16 m breite, holzbelegte Freitreppe führt hinauf ins zweite Obergeschoss und schmalere Treppen und Rampen von dort weiter bis auf die oberste Dachebene. Turngeräte, Kunstrasen- und Gummigranulatflächen, Sitz- und Spielinseln aus Holz sowie zwei eingezäunte Ballspielplätze säumen den Weg. Auf diese Weise haben die Schüler in jedem Geschoss ausreichend Gelegenheit zur aktiven Pausengestaltung. Außerdem gelang es den Architekten so, doppelt so viele Freiflächen wie Geschossflächen auf dem Grundstück unterzubringen, obwohl der Neubau eigentlich einen Großteil der zur Verfügung stehenden Parzelle beansprucht.