Kunstmuseum Manetti Shrem in Davis

Mit seinem expressiven, geschwungenen Dach ist das Museum seit seiner Eröffnung 2016 zum Wahrzeichen der kalifornischen Universität Davis geworden. Neben dem zentralen Parkplatz des Campusgeländes gelegen, bildet der Neubau das Entrée zu der renommierten Bildungseinrichtung. Die leichte, durchlässige Dachkonstruktion vereint verschiedene Funktionen unter sich: Ausstellungsflächen, Auditorium, Seminarräume und ein Café. Die Bereiche sind auf drei Pavillons verteilt und durch ein gläsernes Foyer verbunden. Zentraler Treffpunkt sind die großzügigen Außenbereiche unter dem großen Dach, denen perforierte Aluminiumlamellen Schatten spenden und die je nach Sonnenstand und Wetter unterschiedliche Muster auf den Boden werfen. In diesen Freibereichen manifestiert sich die Grundidee des Museums. Als Ort der informellen Begegnung und des fakultätsübergreifenden Austauschs versteht es sich als sich stetig wandelnde öffentliche Einrichtung, die Raum für das angeleitete, aber auch das freie Lernen bietet. Der Bau, in dem unter anderem Arbeiten ehemaliger Davis-Schüler ausgestellt werden, zeigt diese Durchlässigkeit auch in seiner Architektur: Nur 40 schlanke Stützen - vorwiegend im Innenraum angeordnet, um die Sicht frei zu halten - tragen das komplexe Dach. Die Struktur aus Aluminiumlamellen, die in Rahmen aus Stahlrohren gefasst sind, schwingt sich von nur 3,66 m über dem Boden bis auf 10,36 m hinauf. Auskragungen und Überlappungen lassen die Übergänge von geschlossenen und offenen Dachflächen so miteinander verschmelzen, dass sie kaum noch differenzierbar sind. Die Lamellen zeigen in unterschiedliche Richtungen und bilden ein unregelmäßiges Muster. Nur rund 20 % sind in ihren Abmessungen identisch. Das Muster soll an die streng gerasterten Agrarflächen der Umgebung erinnern, der sanfte Schwung des Dachs wiederum nimmt Bezug auf die weiche kalifornische Hügellandschaft im Westen.